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Nüsse aktivieren: Gesundheit & Tipps

Nüsse aktivieren: Gesundheit und Tipps

Temperatur ist nicht alles

In der Rohkost aber auch allgemein im Rahmen einer gesunden Ernährung wird immer wieder von lebendigen Lebensmitteln gesprochen und die magische Grenze von 42°C ist für viele ein entscheidendes Kriterium über die Qualität unserer Nahrung.  Die Natur ist jedoch deutlich komplexer und 42 ist leider Gottes nicht die alleinige Antwort auf das Leben, das Universum und alles andere (Sorry, Douglas Adams). Ein gutes Beispiel hierfür sind die sogenannten Pyrophyten, Feuerkeimer, deren Samen erst bei Wald- und Buschbränden und Temperaturen von bis zu 500°C aktiviert werden.  Erst durch diese Aktivierung wird der Keimprozess in Gang gesetzt, der die Quelle allen Lebens ist.

Selbstverständlich sind die Pyrophyten eine absolute Ausnahme und die meisten Pflanzen werden durch andere Umstände als durch Feuer aktiviert, oftmals sind es Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 15 und 30°C, die die entscheidenden Prozesse in den Samen und Nüssen auslösen.

Warum Nüsse aktivieren?

Doch was bringt uns die Aktivierung von Nüssen und Samen? Immerhin wollen wir sie doch essen und ihnen nicht nur beim Wachsen zusehen. Im Grunde ist es ganz einfach. Die Natur hat das Saatgut von Pflanzen so konzipiert, dass es nur bei den optimalen Bedingungen anfängt zu keimen. Bis dahin soll das in den Samen gespeicherte Erbgut so gut wie möglich geschützt werden. Nüsse und Getreide sind in ihrem ursprünglichen Zustand schon enorm lange haltbar, was an besonderen Hemmstoffen liegt, die wichtige Nährstoffe optimal speichern können. Einer dieser bioaktiven Substanzen ist die Phyteinsäure, die hier als Beispiel dienen soll. Phyteinsäure dient als Speicher für Phosphat, Kalium, Magnesium, Eisen und viele weitere wertvolle Spurenelemente. Wird ein Samen oder eine Nuss aktiviert, werden die Phyteinsäure und weitere Hemmstoffe abgebaut, um den Zugang zu den Vitalstoffen des Samens freizugeben und die zum Wachsen benötigten Stoffwechselprozesse in Gang zu setzen.

Nicht nur für den Wachstumsprozess des Keims ist der Abbau der Phyteinsäure wichtig. Auch für uns, die wir die Samen und Nüsse zu uns nehmen, ist ein geringerer Anteil dieses Hemmstoffs förderlich. Die Phyteinsäure bildet nämlich zusammen mit wichtigen Nährstoffen unserer Nahrung feste Komplexe, die vom Körper kaum verdaut werden können. Die Phyteinsäure bindet also die Nährstoffe in den Nüssen, sodass diese direkt wieder von uns ausgeschieden werden. Bei aktivierten Nüssen und Samen hingegen können wir aufgrund der abgebauten Hemmstoffe die Nährstoffe wesentlich besser aufnehmen.

Ein weiterer Vorteil von aktivierten Nüssen ist, dass durch die Stoffwechselprozesse im Keim gewisse Stoffe so umgewandelt werden, dass sie von unserem Körper besser verarbeitet oder aufgenommen werden können. So können zum Beispiel wie bei der Reifung von Früchten Stärkeanteile in energiereiche Zuckerformen umgewandelt werden, die der Pflanze beim Wachsen dienen würden, aber auch für uns sehr nahrhaft sind.

Nüsse aktivieren: Wie geht das?

Um aktivierte Nüsse zu erhalten benötigst du eigentlich nur ein wenig Geduld und ein wenig Wasser, das du am besten noch mit etwas Salz versiehst. Weiche deine Nüsse und Samen einfach einige Stunden im Wasser ein, danach kannst du sie entweder direkt essen, weiterverarbeiten oder mit einem Dörrgerät noch etwas haltbar machen. Wie lange die Nüsse oder Samen einweichen müssen, hängt im Wesentlichen von der Sorte ab:

Macadamia-Nüsse: ca. 2 Stunden
Cashewkerne: 3 bis 4 Stunden
Walnüsse: 4 bis 6 Stunden
Sonnenblumenkerne: ca. 6 Stunden
Sesam: ca. 8 Stunden
Haselnüsse: ca. 8 Stunden
Mandeln: ca. 12 Stunden

Durch das Einweichen werden nicht nur die Hemmstoffe in den Nüssen und Samen abgebaut, oftmals lassen sie sich auch deutlich besser weiterverarbeiten. Wenn du Nüsse aktivieren willst, solltest du dabei unbedingt darauf achten, dass es sich um Lebensmittel in Rohkostqualität handelt. Nur bei unerhitzten Nüssen kann gewährleistet sein, dass keine Zellen beschädigt wurden, die den Aktivierungsprozess in Gang setzen.

Wenn du ein paar Ideen haben möchtest, wie sich aktivierte Nüsse und Samen verwenden lassen, dann besuche doch einen unserer vielen Kurse unserer Rohkostschule KulinaRoh. Außerdem bieten wir dir in unserem Shop schon einige aktivierte Produkte an, wie zum Beispiel unsere gekeimten Bio-Haferflocken. Probiere sie einfach mal aus und berichte uns von deinen Erfahrungen!

 

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